![]() | 07. Juli 2008 Macht Was ist eigentlich Macht? Es wird hier viel von Dominanz und Devotheit gesprochen. Wird bei der Ausübung von Dominanz, wie sie hier meist verstand wird, Macht ausgeübt? Geprägt ist der Machtbegriff auch maßgeblich von Nietzsche: Der Wille zur Macht. Ist Macht gefährlich? Oder ist Macht vielleicht sogar notwendig? Wie ist Eure Meinung? Bin gespannt! Madisson. |
![]() | 07. Juli 2008 @madisson Meinst du wirklich nur "Macht" in Bezug auf Dominanz und Devotheit? Denn diese "Macht" ist für mich eher eine temporäre "Machtabtretung" an den dominanten Part. Daher würde ich diese "Macht" nicht im althergebrauchten Sinne betrachten, selbst in einer 24/7 Beziehung ist das abgesprochen. Bedenke, der devote Teil hat eigentlich die "Macht" jederzeit den "Machtanspruch" des dominanten Teils zu beenden. Hier gibt es also eine ganz klar abgesprochene "Macht" zwischen den Parteien. Und dann ist sie auch nicht gefährlich. Was ich sonst unter Macht verstehe, ist wohl eher dadurch geprägt, dass eine einzelne Person, Partei, Gruppe, etc, pp. diese über andere ausüben will. Könntest du das noch klarer definieren was du genau meinst? |
![]() | 07. Juli 2008 Du sagst es: Devotheit verstehe ich auch als temporäre "Machtabtretung"... Aber auch ein interessanter Aspekt, oder? Die Macht im Staat... im Unternehmen... einer Partei... - das ist geläufig. Den interessantesten Aspekt finde ich die Macht über mich selbst. Habe ich die Macht, über mich zu verfügen, wie ich es will? Habt Ihr die Macht über Euch zu verfügen, wei Ihr es wollt? Den zweitinteressantesten Aspekt finde ich die Verantwortung... Gehören beide zusammen: Macht und Verantwortung? Oder brauche ich keine Verantwortung mehr, wenn ich die Macht habe? Wie stehen Macht, Gewalt und Verantwortung zusammen? Und dann das Ganze mal auf Sex übertragen - aber das kann ich nicht allein Mad. |
![]() | 07. Juli 2008 @madisson Du wirfst da viel "Macht" in einen Machttopf. Da ich das Thema sehr interessant finde, wäre für mich wissenswert, ob du nun die "Machtverteilung" zwischen Dominanz/Devotheit (da klar definiert) heraushalten willst. Macht ist in diesem Zusammenhang wohl auch nicht das richtige Wort, ich würde das eher als Willensabtretung bezeichnen. Das allerdings auch nur wenn beide Parteien auf Augenhöhe agieren, sonst sind es "Machtspielchen" und jeder devopte Part sollte sich für Derartiges zu schade sein. Aber sonst ist der Aspekt "Macht" in Bezug auf Sex und Sexualität (Bezugsebene) wirklich einen Diskurs wert. Ich bin dabei, da mein Thema. |
![]() | 07. Juli 2008 Macht und Ohnmacht? Sehr interessantes Thema. Macht findet selbstverständlich nicht nur in der Politik statt, sondern ständig im menschlichen Miteinander. Das geht schon mit Machtspielen zwischen Kindern und Eltern los, zwischen Lehrern und Schülern, Chefs und Angestellten und natürlich auch Beziehungspartnern. Und ganz bestimmt wird auch Dominanz nur mit Macht über den anderen ausgeübt. Aber freiwillig devot den anderen dominieren zu lassen, mag noch mehr Macht besitzen. Habe ich die Macht, über mich zu verfügen, wie ich es will? Nur wer mit freiem Willen über sich selbst verfügen kann, kann auch frei entscheiden, wem er Macht über sich gibt.Gehören beide zusammen: Macht und Verantwortung? Gerade beim Ausüben von Macht über andere ist Verantwortung der Schlüssel zum Verhindern von Machtmissbrauch.Oder brauche ich keine Verantwortung mehr, wenn ich die Macht habe? So wie verantwortungslose Dominanz beim Sex zu Missbrauch führen kann, ist verantwortungsloses Machtausüben auch in der Politik eines der schlimmsten Verbrechen... |
![]() | 07. Juli 2008 Macht ohne Verantwortung? Mir scheint hier bei allem der wesentliche Ausdruck von Macht oder das Eigentliche... was Macht ist, bedeutet oder was sie möglich macht zu fehlen. Zudem...ein Danke für das Willkommen! Macht hat jeder Mensch. Du und ich. Ganz gleich in welcher Lebenssituation du dich befindest, du kannst Macht ausführen, wenn du sie zulässt. Macht ist kein absolut und ausnahmslos negativ behafteter Begriff. Du selbst hast die Macht...bei Rot über die Ampel zu gehen, die Macht stehen zu bleiben...Letztlich die Macht über dein eigenes ICH...darüber zu entscheiden, was du tun oder lassen möchtest.! Gesellschaftsformen prägen dich...aber nehmen dir nicht deine Macht. Mutter Theresa hatte Macht...Hitler hatte Macht. Jeder für sich in seiner Persönlichkeit auf seine eigene Art und Weise. Habe ich einen Schlüsel zu einem Giftschrankschlüssel und kranke Menschen zu betreuen, habe ich die Macht. Stehe ich als Friseurin bei einem Kunden, hab ich die Macht darüber, ob ich seinem Wunsch folge oder meiner eigenen Kreation nach gehe. Sitze ich zu Hause, vor dem Fernseher, habe ich die Macht...ihn auszuschalten oder lieber der Tagesschau zu folgen. Wie ich entscheide, liegt in meiner Macht!! Und das tun wir alle täglich! Denkende |
![]() | 07. Juli 2008 Macht Wie ich entscheide, liegt in meiner Macht!! Und das tun wir alle täglich! und hier genau streift die Macht den Willen... wo setze ich die Grenzlinie? Übe ich schon Macht aus wenn ich meinen freien Willen benutze? Macht braucht ein Gegenüber, denn ohne dieses ist es für mich nur Wille... Azana, grüßend |
![]() | 07. Juli 2008 Macht braucht ein Gegenüber ...nicht zwangsläufig menschlicher Gestalt!! DU selbst übst Macht aus. Nicht ausnahmslos über Irgendjemanden, sondern über alles, was du tust. Du bist deiner Sinne mächtig. Ohne, dass dir eine Person gegenüber steht und dir vorgibt, zu tun was du sollst oder zu lassen, was du willst...und umgekehrt! Macht ist allgegenwärtig. Dein Wille, deine Macht entscheidet...tue ich es oder nicht! Denkende |
![]() | 07. Juli 2008 Differenzierung Macht ist allgegenwärtig. Dein Wille, deine Macht entscheidet...tue ich es oder nicht! du nennst Wille und Macht in einem Atemzug, setzt sie sozusagen gleich.. da würde ich gerne differenzierter hinschauen, denn für mich gibt es hier einen Unterschied ich grenze es soweit ein, dass ich sage für die "Machtausübung" braucht es ein Gegenüber lebendiger Gestalt.. Übe ich Macht an Dingen aus, ist dies für mich Gewalt (zb Zerstörungswut) lg Azana |
![]() | 07. Juli 2008 Azana, machen wir hier nicht den zweiten Schritt vor dem ersten? Oder ist das Thema, freier Wille schon abgehandelt? Gibt es ihn überhaupt? Malsofragt.................................... Calm grübelt |
![]() | 07. Juli 2008 freier wille ..... resultiert aus der freiheit deine gedanken die du gerade noch gedacht hast frei aussprechen zu können .... ohne das diese von aussen manipuliert wurden ... sei es indem dein denken manipuliert wurde oder aber dein handeln ... sweet_calm und dies ist nur eine möglichkeit des freien willens ^^ lg philosoph |
![]() | 07. Juli 2008 naja, ich dachte halt, wenn alles determiniert ist erübrigt sich halt das Wort frei, oder? Kann auch falsch sein................. Dat Calm denkt drüber nach |
![]() | 07. Juli 2008 den freien Willen gibt es meinem Denken nach ja... aber auch daran schieden sich schon viele philosophische Geister... @ calm denke nicht dass hier ein zweiter schritt vor dem ersten gemacht wird... beide begriffe sind meines erachtens sehr wichtig, so dass sie wohl parallel angeschaut werden müssen.. Azana |
![]() | 07. Juli 2008 ohne das diese von aussen manipuliert wurden ... Dem ist nichts hinzuzufügen! Und...ich bin allein Nein...mal ganz ernsthaft! Mein freier Wille ist es hier zu sein. Mal mehr, mal weniger! Fremdbestimmung kann ich zulassen oder auch nicht! Ich bstimme, was ich will, ich bestimme, was nicht....und siehe da...ich über sogar auch noch macht aus.... Denkende |
![]() | 08. Juli 2008 frei oder unfrei Der freie Wille hat genau wie die Macht (sowohl aktiv als auch passiv) bei jedem Menschen unterschiedliche Grenzen. In vielen existentiellen Dingen wird niemand unseren freien Willen bestreiten, aber schon wenn es etwas komplizierter wird (und z.B. Manipulation oder gewisse Nöte eine Rolle spielen) ist der "freie Wille" individuell sehr unterschiedlich "frei". Und genauso hat nicht jeder Mensch die gleiche Macht über sich oder auch über andere. |